„Aus einer Forderung wurde Realität.“

Seit Dezember 2020 begleiten wir als Rottenburg Animal Save die Debatte um die Zukunft des Rottenburger Schlachthofs.

Von Anfang an haben wir eine klare Position vertreten: Keine Sanierung. Kein Neubau.


Während viele darüber diskutierten, wo und unter welchen Bedingungen Tiere geschlachtet werden sollen, haben wir eine andere Frage gestellt:

Warum brauchen wir überhaupt einen Schlachthof?


Mit Mahnwachen, Save Squares, Gesprächen mit Gemeinderät*innen und einer WeAct-Petition haben wir die Perspektive der Tiere in die öffentliche Diskussion eingebracht. Eine Perspektive, die in den politischen Debatten oft fehlte.


Heute, mehr als fünf Jahre später, steht fest:

Der Rottenburger Schlachthof wird schließen. Ein Neubau wird nicht kommen.

Dieser Moment ist für uns kein Grund zur Schadenfreude. Denn noch immer werden Tiere ausgebeutet, transportiert und getötet. Aber er zeigt, dass gesellschaftlicher Wandel möglich ist.


Was viele für unrealistisch hielten, ist Realität geworden.


Wir sehen diesen Moment deshalb als Zeichen der Hoffnung: für die Tiere, für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und für eine Gesellschaft, die Mitgefühl nicht nur als Wert betrachtet, sondern danach handelt.


Während andere über die Zukunft eines Schlachthofs diskutierten, haben wir über die Zukunft der Tiere gesprochen.

Und genau diese Diskussion ist heute wichtiger denn je.


Danke an alle, die uns auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben.

Für die Tiere.


Rottenburg Animal Save 10.06.2026



SCHLACHTHOF-PLÄNE GESCHEITERT

Die Pläne für einen neuen Schlachthof in Rottenburg wurden aufgegeben.

Nach Jahren der Diskussionen ist das Neubauprojekt gescheitert.


Nun ist es an Politik, Landwirtschaft und Gesellschaft, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.


Wie lange wollen wir noch Millionen in Schlachtinfrastruktur investieren, während pflanzliche Alternativen immer wichtiger werden?


Wie lange wollen wir an einem System festhalten, das auf der Ausbeutung und Tötung von Tieren basiert?


Wir wünschen uns Unterstützung für Landwirtinnen und Landwirte, die ihre Betriebe zukunftsfähig weiterentwickeln und auf pflanzliche Produktionsformen umstellen möchten.


In diesem Video zeigen wir Bilder und Erinnerungen aus den vergangenen Jahren unserer Mahnwachen vor dem Rottenburger Schlachthof.


Für die Tiere.

Für die Umwelt.

Für kommende Generationen.

Die Zukunft ist vegan.



Nach Angaben der SWP vom 05.06.2026. 


Rottenburg Animal Save Gruppenfoto

Am gestrigen Abend fand die 57. Schlachthof-Mahnwache von Rottenburg Animal Save statt. Von 17:30 bis 20 Uhr standen wir zu acht beim Schlachthof – mit Plakaten, Kerzen und klaren Botschaften, die vorbeikommende Menschen erreichen sollen.
Es war bitter kalt, aber zum Glück trocken – und trotz der Kälte hatten wir viele gute Gespräche mit Passant*innen. Wir konnten interessierten Menschen die vegane Lebensweise näherbringen, Informationsmaterial verteilen und erleben, wie offen und positiv die Reaktionen waren.

Sogar vorbeifahrende Autofahrer*innen hielten an, ließen die Fenster herunter und nahmen unsere Flyer entgegen.

Überrascht und gleichermaßen berührt hat uns ein kurzer Moment, als Mitarbeiter des Hofgut Martinsberg – Bio-Eier bei uns anhielten, um uns Lob auszusprechen. Ein freundliches Gespräch, das uns gezeigt hat, dass Mitgefühl überall entstehen kann.

Gegen 19 Uhr kamen die Landwirte früher als sonst. Wieder waren es dieselben Transporter, dieselben Anhänger – beladen mit Tierkindern. Mit Schweinen, die erst wenige Monate leben durften und in dieser kurzen Zeit nichts als Ausbeutung und Leid erfahren haben.
Und nur kurze Zeit später sind sie bereits tot. Ermordet im Auftrag aller Fleischkonsument*innen, die ihre Augen vor dem Leid dieser empfindsamen Tiere verschließen.

Unser Ziel ist es, das Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu schärfen und auf die katastrophalen Bedingungen hinzuweisen, unter denen die Tiere leiden müssen.
Wir halten diese regelmäßigen, friedlichen Mahnwachen ab, weil es die letzte Möglichkeit ist, den Tieren Liebe und Mitgefühl zu schenken – und die schreckliche Ungerechtigkeit sichtbar zu machen, die ihnen angetan wird.

Unsere Vision ist eine gerechte, umweltfreundliche vegane Welt – für die Tiere, für den Planeten und für unsere Gesundheit.
Rottenburg Animal Save dankt allen Aktivist*innen für ihren unermüdlichen Einsatz für Tierrechte.

24.11.25


Leserbrief zum Artikel „Schlachthof in Rottenburg: Gutachter schlägt Neubau außerhalb der Stadt vor“


Als Tierrechtsaktivist von Rottenburg Animal Save lehne ich den geplanten Neubau eines Schlachthofs entschieden ab. Statt Millionen in eine neue Tötungsanlage zu investieren, sollten wir über die Folgen der Tierhaltung sprechen – für Tiere, Umwelt und unsere Gesundheit.


Antibiotikaresistente Keime aus der Massentierhaltung gefährden die öffentliche Gesundheit. Fleisch gilt laut Weltgesundheitsorganisation als krebserregend, und Tierhaltung ist ein Hauptverursacher von Methan, einem der klimaschädlichsten Gase. Hinzu kommen Seuchen wie Schweinepest und Vogelgrippe, die Leid, Tiertransporte und millionenfache Tötungen verursachen.


Viele glauben, sie kauften beim Metzger regionales Fleisch. Doch der Rottenburger Schlachthof beliefert nur wenige Betriebe; große Mengen stammen aus industriellen Fabriken wie Tönnies oder Vion.


Es ist nicht Aufgabe der Stadt, öffentliche Gelder in neue Schlachthöfe zu stecken. Zukunftsfähig ist nicht mehr Fleischproduktion, sondern eine vegane Ernährung, die Tiere, Menschen und Klima schützt.


Marco Colicchio

Rottenburg Animal Save


Quellen: SWP-Artikel „Schlachthof in Rottenburg: Gutachter schlägt Neubau außerhalb der Stadt vor“ (24.09.2025); 


Branchenranking Fleischwirtschaft 2022 (ISN / Bundesinformationszentrum Landwirtschaft).